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Wasserversorger rüstet sich für die Zukunft
Büchenbacher Wasserwerk hat im vergangenen Jahr Rekord-Investitionen in den Erhalt und Ausbau einer sicheren Wasserversorgung investiert.
Das Büchenbacher Wasserwerk, getragen vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Büchenbach-Aurach-Gruppe, hat im vergangenen Jahr Rekord-Investitionen von über einer Million € in den Erhalt und Ausbau einer sicheren Wasserversorgung investiert.
In der jüngsten Verbandsversammlung blickten die Verantwortlichen um den Büchenbacher Bürgermeister und Verbandsvorsitzenden Helmut Bauz sowie Geschäftsführer Sebastian Rother auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurück.
Die seit 1980 stillgelegten Brunnen 1 und 2 im Wald südlich von Büchenbach wurden umweltgerecht zurückgebaut. Das Waldstück wird in Absprache mit dem zuständigen Revierförster wieder aufgeforstet. Im Bereich Asbach, Weinmannshof und Mäbenberg wurden insgesamt ca. 1,7 Kilometer Hauptwasserleitung mit dem System Primus-Line erneuert.
Weitere 300 Wasserzähler wurden auf digitale Technik umgestellt. Bis Ende 2028 sollen Zug um Zug alle Zähler auf die moderne Technik umgestellt werden.
Des Weiteren wurde die sog. UV-Anlage im Wasserwerk, die im Falle einer Verkeimung des Rohwassers eine zusätzliche Schutzfunktion mit sich bringt, komplett erneuert.
Im Bereich der Kühedorfer Kreuzung bei der Firma Memmert und im Bereich der Büchenbacher Sporthalle wurden im Zuge der dortigen Straßenbaumaßnahmen weitere knapp 700 Meter Wasserleitungen erneuert. Ebenso im Bereich Am Schmellenbuckel in Büchenbach weitere 200 Meter.
Das Gesamtnetz der Büchenbach-Aurach-Gruppe umfasst eine Länge von rund 100 Kilometern. Davon wurden fast 3 Kilometer allein im Jahr 2025 erneuert. Die Kehrseite dieser Medaille ist, dass zur Finanzierung der hohen Investitionen eine Kreditaufnahme von 700.000 € erforderlich wurde. Insgesamt betrugen zum Ende des Jahres 2025 die Bankverbindlichkeiten ca. 860.000 €.
Knapp 16 Kilometer des Rohrnetzes wurden in den vergangenen 10 Jahren neu gebaut. Weitere 17 Kilometer weisen ein Alter von 11-20 Jahren auf.
11 Kilometer sind zwischen 21 und 40 Jahren und weitere 50 Kilometer sind zwischen 41 und 60 Jahre alt.
Lediglich rund 3,5 Kilometer weisen ein Alter von über 60 Jahren auf.
In den kommenden Jahren ist hier ein Schwerpunkt der Investitionen vorgesehen, so dass die ältesten Leitungen des Verbandes im Bereich Ringstraße, Sudetenstraße in Büchenbach, im Bereich südlich von Büchenbach sowie zwischen Weinmannshof und Rittersbach ebenfalls erneuert werden.
Zudem ist die Sanierung des 1964 gebauten Hochbehälter bei Weinmannshof vorgesehen.
Der benachbarte Wasserversorger Heidenberg-Gruppe mit Sitz in Götzenreuth plant für 2026 den Bau einer Verbundleitung von Götzenreuth bis Kühedorf, so dass im Falle eines Falles das Götzenreuther Wasserwerk aus Büchenbach unterstützt werden kann.
Die verkaufte Wassermenge betrug im Jahr 2025 rund 456.000 Kubikmeter. Trotz einiger Wasserrohrbrüche hielt sich der spezifische Wasserverlust mit ca. 3 % in Grenzen.
Im Hinblick auf die Gesamt-Wirtschaftlichkeit sollte aus Sicht des Verbandsvorsitzenden Helmut Bauz nicht ausschließlich auf den aktuellen Wasserpreis geschaut werden.
Mindestens genauso wichtig ist die Frage des Vermögenswertes der Anlagegüter. Eine strukturelle Überalterung (Sanierungsstau) des Büchenbacher Wasserwerkes soll weiterhin vermieden werden.





